Angefangen hat das so: Als Auftragsarbeit sollte ich für einen mir fremden Menschen einen Geburtstagscartoon zeichnen. Ich ließ mir Fotos schicken. Da ich mich nicht allzu lange mit einer Portraitzeichnung aufhalten wollte (ist nämlich schwer), montierte ich kurzerhand ein Prosecco-Huhn in das Foto rein. Und siehe da, das Huhn auf dem Schoß des Geburtstagskindes machte sich gut - und gefiel dem Auftraggeber. Ich aber war ‘infiziert’.

Das Spiel mit der fotografischen und gezeichneten ‘Wirklichkeit’ läßt überraschende Verbindungen entstehen. Das Foto wird zum Rahmen, zur Kulisse, zum Schauplatz für die gezeichneten Figuren. Ganz wie ein Regisseur kann ich meine Darsteller-Hühner in diesen vorgegebenen Räumen agieren lassen. So entstehen komische, erotische, absurde oder einfach nur schöne Bilder - und immer wieder, wie am Anfang, Fotoportraits.”